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VOM ROCKSTAR IN DEN UK-CHARTS ZUM CHEFKOCH BEI VIVA LA MAMMA

Balazs Szekelyhidi aka Roxx Hydi erzählt uns über seinen Weg von der Rockbühne in die Küche und warum er Beides hochlebt.


Schon lange sind wir uns im Team einig: Das Essen bei Viva la Mamma ist eine einzigartige Interpretation der italienischen Küche, die sich von den typisch idyllischen und romantischen Klischees abhebt. Bereits beim Betreten des Lokals spürt man die faszinierende Kombination aus klassischer Eleganz und urbanem Flair. Wild, rau und ebenso samtweich. Ein Hauch von Rock'n'Roll liegt in der Luft. Fühlt man sich hinein, spürt man, wie er gemeinsam mit dem Duft der Pizza und Pasta sanft aus der Küche strömt.


Im Takt von Rock-Klassikern aus der Musikbox kocht unser Küchenteam mit Hingabe, dass man förmlich die pure Energie spürt, ehrlich und unverfälscht.


Allen voran unser Küchenchef, Balazs Szekelyhidi alias Roxx Hydi, er verkörpert den Rock'n'Roll auf einzigartige Weise. Früher als Leadsänger seiner Rockband, heute als unser Küchenchef.


Für uns ist er ein Vorbild dafür, wie pur Leidenschaft in allen Facetten gelebt werden kann. Umso wichtiger war es uns, euch seine Geschichte zu erzählen und einen Einblick in diese Seele zu geben, die mit vollem Herzen für Mamma und für euch kocht.


"Ich wollte Menschen immer schon glücklich machen, egal ob mit Musik oder gutem Essen."


Vom Rockstar in Großbritannien zum Chefkoch in Wien. Wie kam es zu diesem außergewöhnlichen Werdegang?


Das ist eine lange Geschichte. Ich stamme aus einer sehr musikalischen Familie, weswegen ich mit 12 Jahren angefangen habe Musik zu machen. Die Leidenschaft zum Kochen kam dann dank meiner Schwester im Alter von 20 Jahren dazu. Sie unterrichtete bereits an einer Catering Schule in unserer Heimat Ungarn und fragte mich, ob ich diese nicht auch besuchen möchte. Von da an habe ich sowohl Musik gemacht als auch gekocht. Seitdem ist viel Zeit vergangen und ich hatte viele Jobs in den unterschiedlichsten Küchen. Doch egal wo mich das Leben hinführte, ich habe immer versucht meinen ganz eigenen Weg zu gehen.


Welche Parallelen gibt es zwischen den zwei Karrieren?


Definitiv die Kreativität. Die ist die gleiche. Natürlich lebe ich meine kreative Ader mittlerweile eher in der Küche aus, aber es ist auch hier wie in der Musik. Man muss verstehen was zusammenpasst, wenn man einen Liedtext schreibt oder eine Melodie komponiert. Es gilt die Harmonie zu verstehen. Und das ist beim Essen genauso. Die Farbe, der Geschmack, die Optik – alles muss harmonieren. Außerdem muss man sein wahres Ich auf beiden Bühnen zeigen. Musikalisch gesehen in Form von den Texten oder den Live-Auftritten. Beim Kochen spiegelt dich jedes Gericht, welches du auf den Tisch stellst, wider.


Gibt es ein spezielles Ereignis aus deiner Musikkarriere, an welches du dich gerne zurück erinnerst?


Einmal haben wir in der Budapest Arena vor 15.000 Menschen gespielt. Ich konnte zwei Tage danach nicht schlafen, weil die Menge an Energie, die man von den Menschen in diesen Momenten auf der Bühne bekommt, so unglaublich war. Man konnte sie spüren, sie berühren. Davon konnte ich sehr viel Positives mitnehmen, weil es schön zu sehen ist, dass die Menschen mögen was du tust. Das ist das beste Gefühl.


Und nun löst du das durch deine Gerichte aus?


Hoffentlich! Ich wollte Menschen immer schon glücklich machen, egal ob mit Musik oder gutem Essen. Ich will etwas für sie kreieren und das auf meine persönliche Art und Weise. Ohne großartige Vorgaben, mit denen kann ich nicht gut umgehen. Das musste ich auch erst über mich lernen.


Wie genau?


Ich arbeitete für drei Monate in einem Michelin-Star Restaurant in London. Dort war alles sehr strikt. Du musst dieses hier und jenes dort auf den Millimeter genau anbringen – Das war nichts für mich. Ich konnte mich nicht entfalten.


Somit ist es wichtig für dich in deinem eigenen Style kochen zu können. Wie würdest du diesen beschreiben?


Es kommt auf den Tag an. Ich mag Emotionen, Tiefe, Stärke. Manchmal bin ich auch sehr romantisch. Was meinen Stil aber vor allem ausmacht – egal ob beim Kochen oder als Musiker – ist, dass ich immer 200% von mir selbst gebe. Meine Mama hat immer gesagt: „Wenn du nur 100% gibst, ist es nicht genug. Du musst 200% geben und dann bist du erst bei den 100%.“ Und das versuche ich umzusetzen. Sowohl in der Küche als auch in der Musik. Ich glaube das vereint diese zwei Dimensionen auch.


Balazs als Leader der Band "Wasted Sinners" im Jahr 2009


In welchem Musikstil kochst du nun in der Viva la Mamma?


Definitiv nicht Jazz. Ich denke Glam Rock. Glamourös, funkelnd, so wie Hollywood bzw. LA, wo es auch herkommt. Die alten Bands mit denen ich aufgewachsen bin.


Beispielsweise?


Motley Crue oder Guns N‘ Roses. Weil diese Bands auch emotionale und nicht nur raue Lieder haben. Zu Viva la Mamma würde beispielsweise der Song „Shout at the Devil“ von Motley Crue nicht passen, wohin gegen „Home sweet home“ den Wohlfühlcharakter im Restaurant sehr gut widerspiegelt.


Welches Gericht bereitest du in der Viva la Mamma am liebsten zu?


Ich mag viele aus bestimmten Gründen. Das Ragu beispielsweise, weil ich es liebe, dieses schön anzurichten, dass es im Teller aussieht, wie eine Pyramide. Die Trüffel Pasta bereite ich allein wegen dem Geruch schon gerne zu. Es ist schwierig sich für ein Gericht zu entscheiden, weil ich in meinen Jahren als Koch in der Viva la Mamma auch Teil der Kreationen war. Somit sind alle Rezepte, wie meine eigenen Kinder, die ich großgezogen habe.


Kochen oder Singen? Wofür schlägt dein Herz mehr?


Ich würde es auf die gleiche Stufe stellen. Die Musik begleitet mich seitdem ich denken kann. Und das Kochen ist genauso ein sehr wichtiger Teil meines Lebens, weil ich meine Persönlichkeit dadurch ebenso gerne ausdrücke.

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